Deutschland war für Präsident Thomas S. Monson eine Herzensangelegenheit

Deutschland war für Präsident Thomas S. Monson eine Herzensangelegenheit

Hintergrund

“Deutschland, ich liebe dich!” rief Präsident Thomas S. Monson zu Beginn seiner letzten Deutschlandreise im Oktober 2012 lächelnd der Menge zu. Dass dies keine Floskel war, wussten die ingesamt über 10.000 Gläubigen, die sich in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt am Main versammelten hatten, um den Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu hören.

Präsident Monsons besondere Beziehung zu Deutschland reicht mehrere Jahrzehnte zurück.

 

Im Juli 1968 wurde er als Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel beauftragt, das Wirken der Kirche in Europa zu beaufsichtigen.

An einem kalten Novembertag desselben Jahres traf er mit hunderten Gläubigen in einem alten Lagerhaus in Görlitz zusammen. Deren widrige Umstände und Aufrichtigkeit rührten ihn. Unter Tränen sagte er ihnen voraus: "Wenn Sie den Geboten Gottes treu bleiben, wird jede Segnung, deren sich die Kirchenmitglieder in anderen Ländern erfreuen, auch die Ihre sein."

Präsident Monson sollte recht behalten. Mehrere Jahrzehnte später entfielen Einschränkungen der Glaubensausübung.

Mormonen versammeln sich nicht nur vor Ort zum Sonntagsgottesdienst. Der Besuch eines Tempels als besonderes Heiligtum ist für sie von grundlegender Bedeutung. Zum Zeitpunkt des ersten Besuchs Präsident Monsons war für Gläubige in der DDR daran jedoch nicht zu denken. Damals befand sich der am nähesten gelegene Tempel in der Schweiz, auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs.

Am 29. Juni 1985 wurde ein Tempel im sächsischen Freiberg geweiht, der erste Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf deutschem Boden. Und noch vor dem Fall der Berliner Mauer durften ausländische Missionare in die DDR einreisen und Missionare aus dem Inland erhielten die Genehmigung, Missionen im Ausland zu absolvieren.

Zehn Jahre vor der Weihung des Freiberger Tempels, am frühen Morgen des 27. April 1975, hatte Präsident Monson auf einem Hügel nahe Dresden ein Weihegebet für die Entfaltung des Evangeliums Jesu Christi gesprochen. Während seiner Deutschlandreise im Jahr 2012 kehrte er Präsident Monson an dieselbe Stelle zurück und traf sich mit Gläubigen.

Bei den Generalkonferenzen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage berichtete Präsident Monson immer wieder von seinen Erlebnissen in Deutschland. Ausgewählte Tagebucheintragungen über seine Reisen nach Ostdeutschland erschienen 1996 in Buchform.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.