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Pressemitteilung —  13. April 2012

Neue Studie zeigt ehrenamtliches Engagement der Mormonen auf

Salt Lake City — 

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) findet nach wie vor in den Medien verstärkt Beachtung. Eine neue Studie zeigt auf, wie großzügig die aktiven Mitglieder in den USA für wohltätige Zwecke spenden und sich ehrenamtlich engagieren. Professor Ram Cnaan von der University of Pennsylvania und seine Mitarbeiter Van Evans und Daniel W. Curtis haben eine Studie mit dem Titel "Auserwählt zu dienen: Das soziale Engagement aktiver Mitglieder der Kirche Jesu Christi" veröffentlicht.

Das von der "School of Social Policy and Practice" an der University of Pennsylvania finanzierte Forscherteam wertete die Umfrageergebnisse von 2.664 aktiven Mitgliedern der Kirche Jesu Christi aus dem ganzen Land aus. Die Autoren fanden heraus, dass aktive Mitglieder der Kirche "beträchtlich mehr ehrenamtliche Hilfe leisten und Geld spenden als der Durchschnittsamerikaner; sie gehen sogar noch großzügiger mit Zeit und Geld um als das obere Fünftel der religiös eingestellten Amerikaner".

Ehrenamtliches Engagement

Der Umfrage zufolge verbringt der Durchschnittsamerikaner 48 Stunden im Jahr (4 Stunden im Monat) mit gemeinnützigen Aufgaben, während aktive Mitglieder der Kirche Jesu Christi bei 427,9 Stunden im Jahr liegen (35,6 Stunden im Monat) – was ungefähr einem Wert von 9.140 US-Dollar jährlich entspricht.

Natürlich hat ein Großteil der ehrenamtlichen Leistungen mit der Religion zu tun; die Mitglieder einer Gemeinde erteilen beispielsweise Kindern und Jugendlichen Religionsunterricht oder sie bereiten ihr Gemeindehaus für den sonntäglichen Gottesdienst vor. Doch aus der Studie ergibt sich auch, dass aktive Mitglieder der Kirche zusätzlich 151,9 Stunden im Jahr für deren soziale und gemeinnützige Initiativen aufwenden. Sie machen zum Beispiel bei den amerikanischen Pfadfindern mit oder beteiligen sich an den humanitären Hilfsprogrammen der Kirche in aller Welt. Neben all diesen Anstrengungen verbringt jedes einzelne Mitglieder der Studie zufolge weitere 34 Stunden mit sozialen Aufgaben, die nichts mit der Kirche zu tun haben.

Spenden für wohltätige Zwecke

Aus den Ergebnissen wird auch deutlich, dass 88,8 Prozent der aktiven Mitglieder der Kirche das biblische Gesetz des Zehnten befolgen: Sie spenden zehn Prozent ihres Jahreseinkommens der Kirche.

Abgesehen vom Zehnten spenden aktive Mitglieder durchschnittlich 1.171 US-Dollar im Jahr für wohltätige Vorhaben außerhalb ihrer Kirche. In das Wohlfahrtsprogramm der Kirche fließen im Durchschnitt weitere 650 Dollar. Kurz gesagt: Ein aktives Mitglied zahlt seiner Kirche nicht nur volle zehn Prozent seines Einkommens, sondern spendet darüber hinaus noch weitere 1.821 Dollar für sonstige soziale oder gemeinnützige Projekte.

In der Studie heißt es: "Wir haben festgestellt, dass [die Mitglieder der Kirche] alles in allem eine so gesellschaftsfreundliche Einstellung haben wie niemand sonst in Amerika. … Ganz gleich, wo sie wohnen, gehen sie mit Zeit und Geld sehr großzügig um."

Aus den veröffentlichten Ergebnissen geht außerdem hervor, dass dieses "gesellschaftsfreundliche Verhalten" auf den Lehren der Kirche beruht, wonach Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe besonders wichtig sind. Nach Ansicht der Heiligen der Letzten Tage hat Jesus Christus seinen Jüngern geboten, einander zu dienen und zu lieben. Diese erhabene Lehre zeigt bei allen Mitgliedern der Kirche Jesu Christi auf der Welt nach wie vor ihre Wirkung. Vor kurzem sagte der Präsident der Kirche, Thomas S. Monson, in einer Ansprache: "Wenn wir zum Himmel emporblicken, werden wir uns zwangsläufig unserer Pflicht bewusst, auf andere zuzugehen."

Weiter sagte er: "Um wahres Glück zu finden, müssen wir unseren Blick von innen nach außen kehren. Niemand versteht, was es wirklich heißt, zu leben, solange er nicht sein Ego dem Dienst an seinen Mitmenschen unterwirft. Der Dienst an anderen ist eng verwandt mit Pflicht – wer beides tut, erlangt wahre Freude. Wir leben nicht allein – nicht in unserer Stadt, in unserem Land oder in unserer Welt. Es gibt keine Trennlinie zwischen unserem Wohlstand und dem Elend unseres Nächsten. 'Liebe deinen Nächsten' ist mehr als eine göttliche Wahrheit. Es ist der Weg zur Vervollkommnung."

Hinweis an Journalisten: Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.

Zusätzliche Quellen