Freiwillige Helfer stellen Erstausstattungen für Säuglinge zusammen, die Müttern in Flüchtlingsunterkünften gespendet werden

Freiwillige Helfer stellen Erstausstattungen für Säuglinge zusammen, die Müttern in Flüchtlingsunterkünften gespendet werden

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Über 70 fleißige Helfer eilten am Freitag, den 28. Oktober 2016, im Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Frankfurt zwischen Tischen hin und her, auf denen gespendete Artikel für Säuglinge ausgebreitet lagen, und stellten Erstausstattungspakete zusammen. Die Pakete werden an Mütter verteilt, die erst vor kurzem als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und denen es am Notwendigen für sich und ihr Neugeborenes fehlt.

Bei der Durchsicht der gesammelten Spenden stellten die Verantwortlichen fest, dass sie mehr Spenden erhalten hatten, als sie für die Erstausstattungspakete brauchen. Gespendet wurden neue und wenig gebrauchte Babykleidung und -artikel sowie handgestrickte Mützen, Socken und Pullover.

 

"Die Erfahrung lehrt mich immer wieder aufs Neue, dass durch Kleines und Einfaches Großes zustande gebracht werden kann, auch wenn es einem anfangs unmöglich erscheint", meint Lisa Koy, eine der Organisatorinnen. "Wir haben einen Schritt nach dem anderen gemacht und haben dabei viel Unterstützung von vielen Mitgliedern der Kirche erhalten. Selbst Leute, die wir gar nicht kennen, haben uns großzügige Spenden gebracht."

Die Aktion wurde von Frauen aus den Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der Region auf die Beine gestellt. Die Erstausstattungspakete folgen auf eine erste Aktion, bei der Willkommenspakete für Flüchtlingskinder zusammengestellt wurden. Als freiwillige Helfer im Frühjahr über 1.000 Hilfspakete für Kinder in Flüchtlingsunterkünften ablieferten, fiel ihnen auf, dass es alleine in einer der Unterkünfte über 50 werdende Mütter gab, die Unterstützung brauchen, um sich auf die Ankunft ihres Babys vorzubereiten.

"Stellen Sie sich vor, Sie seien als Frau in einem fremden Land, kennen die Sprache nicht und erwarten ein Baby. Wäre ich in dieser Lage, wäre ich sehr dankbar, wenn jemand mein Dilemma erkennt und sich um mich kümmert. Es ist ganz deutlich zu sehen, wie dankbar die Mütter für die Artikel sind", sagt Yvonne Bausman, eine der Helferinnen.

Nachdem 80 Kartons mit Artikeln für Neugeborene und deren Mütter gepackt waren, wurden die übrigen Spenden in 50 Kartons verpackt, die an Flüchtlinge in der Ostukraine geschickt werden.

"Wenn man in der Flüchtlingshilfe tätig ist, hat man das Gefühl, die reine Liebe Christi einzuatmen", sagt Melina Grahovac, eine der Organisatorinnen. "Nächstenliebe ist Christus. Diese Erkenntnis hat mir geholfen, ihm näherzukommen. Ich habe mich ihm dadurch, dass ich den Flüchtlingen geholfen habe, auf ganz andere Weise genaht als früher."

Als Jünger Christi bemühen sich die Mitglieder der Kirche, der Aufforderung Jesu Folge zu leisten, den Hungrigen zu speisen, dem Durstigen zu trinken zu geben, den Fremden und Obdachlosen aufzunehmen, dem Nackten Kleidung zu geben sowie den Kranken oder Gefangenen zu besuchen (vergleiche Matthäus 25:35,36). Durch das Engagement von Einzelnen und Familien und mithilfe verschiedenster Wohlfahrts- und Hilfsprogramme der Kirche erhalten Millionen Bedürftige in materieller und geistiger Hinsicht Unterstützung.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.