Führende katholische Vereinigung in Europa erhält Auszeichnung für Verdienste um die Werte der Familie 2015

Führende katholische Vereinigung in Europa erhält Auszeichnung für Verdienste um die Werte der Familie 2015

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Die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) erhielt am 19. Oktober bei einer Feierstunde in Brüssel von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) die Auszeichnung für Verdienste um die Werte der Familie 2015.

Mit der Vergabe der Auszeichnung für Verdienste um die Werte der Familie in der EU in Brüssel werden Einzelpersonen und Organisationen anerkannt, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einfluss auf die Institutionen der Europäischen Union bedeutende Leistungen für das Familienleben in Europa erbringen.

Elder Patrick Kearon, Präsident des Gebiets Europa der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, führte bei der Veranstaltung den Vorsitz. Er erklärte, FAFCE habe die Auszeichnung "für ihre unermüdlichen Bemühungen" erhalten, "die Familie in der EU zu einer Priorität zu erheben, wenn Richtlinien erlassen werden sollen".

FAFCE "erkennt, wie wichtig die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft ist. Wir sind davon beeindruckt, mit wie viel Engagement die Verantwortlichen von FAFCE dafür sorgen, dass diese Botschaft von EU-Beamten und Mitgliedern des europäischen Parlaments nicht übersehen wird."

Antoine Renard, Präsident der FAFCE, sagte bei der Entgegennahme der Auszeichnung: "Danke, dass Sie anerkennen, was wir tun. Wir verteidigen die Werte der Familie, aber wir wollen auch die Tugenden der Familie schützen." Er betonte dann die Bedeutung von Familien: "Wir wissen alle, was wir unseren eigenen Familien zu verdanken haben. Es handelt sich um ein Projekt des Friedens und ein Projekt Gottes." Im Namen der FAFCE widmete Präsident Renard die Auszeichnung für Verdienste um die Werte der Familie 2015 den tausenden Familien aus Syrien - Eltern und Kinder, die aufgrund von Krieg während der Flüchtlingskrise viel zu erleiden hatten.

Elder Kearon wurde von Schwester Linda K. Burton, Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung, der Organisation für die Frauen in der Kirche, und Schwester Bonnie L. Oscarson, Präsidentin der Jungen Damen, der Einrichtung der Kirche für Mädchen von 12 bis 18 Jahren, begleitet. Schwester Burton und Schwester Oscarson besuchen derzeit viele Gemeinden in ganz Europa.

Schwester Burton, die einer weltweit sieben Millionen Mitglieder starken Frauenorganisation vorsteht, dankte den anwesenden Vertretern von Kirchen und Religionsgemeinschaften für deren Unterstützung der Familie. Sie zitierte aus einem Vortrag, den Elder D. Todd Christofferson, einer der weltweit führenden Amtsträger der Kirche, beim achten katholischen Weltfamilientreffen in Philadelphia gehalten hatte: "Wir räumen der Familie einen hohen Stellenwert ein, weil wir davon überzeugt sind, dass Gott die Familie geschaffen und das Familienleben für seine Zwecke eingerichtet hat. Daher rührt die Überzeugung, dass die Pflichten von Eltern und Familien sowie die Grundsätze, zu denen wir uns austauschen, tatsächlich göttlich beauftragt sind." Schwester Burton hob "die Bedeutung der Unterstützung der Familie für die Stärkung der Kommunen" hervor. "Meine Rolle innerhalb der Kirche und die der Frauenhilfsvereinigung besteht darin, dazu beizutragen, den Glauben zu mehren und Familien zu stärken", folgerte sie.

Schwester Oscarson, die die Programme der Kirche für weltweit eine halbe Million Mädchen leitet, zitierte die Rede von Papst Franziskus beim Kolloquium zur Familie, das im November 2014 im Vatikan abgehalten wurde: "In unserer Zeit befinden sich Ehe und Familie in einer Krise. Die 'Kultur des Vergänglichen' hat viele dazu geführt, die Ehe als öffentliche Verpflichtung aufzugeben. Diese Revolution des Benehmens und der Sitten folgt häufig dem Banner der Freiheit, doch tatsächlich bringt sie unzähligen Menschen geistige und materielle Zerstörung, besonders den ärmsten und den schwächsten." Schwester Oscarson bekräftigte, wie wichtig es sei, die "Bildung von Mädchen zu betonen". "Wir müssen sie mit Grundsätzen und Werten unterstützen, die sie befähigen, ihre zukünftigen Familien zu gründen und zu stärken." Sie zitierte David O. McKay, den früheren Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage: "Kein anderweitiger Erfolg kann ein Versagen in der Familie wettmachen."

Dies ist das erste Mal, dass die Kirche die Auszeichnung für Verdienste um die Werte der Familie im Kontext der Europäischen Union verleiht.

Bei der Verleihung der Auszeichnungen in diesem Jahr waren Mitglieder des europäischen Parlaments aus allen politischen Lagern sowie Vertreter von Kirchen und von gesellschaftlichen Organisationen anwesend.

Zusätzliche Quellen

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.