Gemeinsames Musizieren verschiedener Glaubensgemeinschaften im Tabernakel

Gemeinsames Musizieren verschiedener Glaubensgemeinschaften im Tabernakel

Pressemitteilung

Während eines interreligiösen musikalischen Tributs an den menschlichen Geist im Tabernakel auf dem Tempelplatz gab es neben anderen Darbietungen auch einen Kinderchor mit Sängern sowohl jüdischen als auch muslimischen Glaubens. Damit feierte man die gemeinsamen Glaubensansichten. Das Konzert war der Höhepunkt der einwöchigen Feier von Harmonie und Toleranz im Glauben, die bereits zum siebten Mal stattfand und vom Interreligiösen Runden Tisch von Salt Lake City veranstaltet wurde. Das historische Gebäude war erfüllt mit dem Klang von Glocken, Dudelsäcken, Trommeln, Gesängen und Chören, die über 15 Glaubensgemeinschaften vertraten; Gastgeber war die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Elder James J. Hamula vom Kollegium der Siebziger begrüßte die Menge im fast voll besetzten Haus. Der Gouverneur von Utah, Jon M. Huntsman Jr., verlas eine Erklärung aus Anlass der interreligiösen Feierlichkeiten. Carole Mikita, Fernsehkorrespondentin für religiöse Fragen, führte durch das Programm.

Elder M. Russell Ballard vom Kollegium der Zwölf Apostel bedankte sich bei allen Anwesenden und forderte alle Glaubensgemeinschaften auf, sich auch weiterhin für gemeinsame Ziele zusammenzutun.

Für die jüdischen und muslimischen Kinder war das Singen im Chor eine einzigartige Gelegenheit. Es half ihnen, ihre gemeinsamen Grundlagen zu erkennen. Die Idee, einen Chor einzurichten, hatte Alan Bachman. "Es ist gut, wenn die Kinder einander kennenlernen", erklärt Noor Ul-Hasan, eine muslimische Vertreterin der Tafelrunde. "Was auf der Welt geschieht, spiegelt nicht unbedingt das wider, was im Herzen der Juden und Muslime hier vor sich geht." "Wir können die ganze Wahrheit sehen", meint Bachman, "nämlich dass wir hier auf Erden eine große Familie sind. Zwar sind wir verschieden, aber es ist besser, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, denn in der Tat verbindet uns einiges im Glauben, und wir haben ähnliche Erfahrungen – beispielsweise einander zu umsorgen und zu lieben; Frieden und Harmonie."

Weitere musikalische Darbietungen brachten die gemeinsame Hoffnung auf Frieden zum Ausdruck – sowohl den Frieden im Herzen als auch auf der Welt.

Unter den anderen Konzertteilnehmern gab es eine Dudelsackkapelle, den Salt-Lake-Kinderchor und weitere Kinderchöre, die den mormonischen, katholischen und buddhistischen Glauben vertraten. Mitglieder zweier griechisch-orthodoxer Gemeinden bildeten ebenfalls einen Chor. Die Li’l Feathers, eine indianische Gruppe, und die Kathak Dancers, die dem hinduistischen Glauben angehören, führten traditionelle Tänze vor.

Dieses jährliche, religionsübergreifende Ereignis macht auf die religiöse und kulturelle Vielfalt aufmerksam, die es derzeit in Utah gibt. "Man ist sich gar nicht bewusst, welche Vielfalt es in Utah gibt, bis man so etwas veranstaltet", findet Elaine Emmi, eine ehemalige Vorsitzende des Interreligiösen Runden Tisches. "Man neigt dazu, sein Privatleben von der Gesamtgesellschaft abzugrenzen, aber Veranstaltungen wie diese machen uns deutlich, dass wir alle in einer sehr weitgefächerten Gesellschaft leben."

Der Interreligiöse Runde Tisch von Salt Lake City wurde 1999 in Verbindung mit dem Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 2002 anhand der Vorgaben der Olympischen Charta ins Leben gerufen, um für die "religiöse Unterstützung der Sportler und ihrer Familien" zu sorgen.

Nach den Olympischen Winterspielen beschlossen die Mitglieder des Runden Tisches – 45 Glaubensführer aus über 22 Religionsgemeinschaften –, ihre Arbeit weiterhin fortzusetzen. Die einwöchigen Feierlichkeiten mit überkonfessionellen Gottesdiensten, Vorträgen und Diskussionen bekräftigen die Ziele, auf die der Runde Tisch seit Jahren wert legt, nämlich dass Harmonie und Toleranz in der näheren Umgebung größer werden.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.