Gebete für den Frieden: Frankfurter Pfahlpräsident spricht bei multireligiöser Veranstaltung

Gebete für den Frieden: Frankfurter Pfahlpräsident spricht bei multireligiöser Veranstaltung

Pressemitteilung

Am Dienstag, dem 3. November 2009, fand in der Evangelischen Stadtakademie am Frankfurter Römer eine multireligiöse Feier zur Eröffnung der Interkulturellen Wochen statt. Zum ersten Mal in der Geschichte Frankfurts kamen Vertreter verschiedener Religionen zu einer gemeinsamen Gebetsversammlung zusammen. Organisiert wurde die als historischer Meilenstein bezeichnete Versammlung vom Frankfurter Rat der Religionen unter dem Titel „Gebete des Rates der Religionen für den Frieden“. Für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nahm Axel Leimer, Präsident des Pfahles Frankfurt und Gründungsmitglied des Rates der Religionen, an der Veranstaltung teil.

Nach einer musikalischen Einstimmung und der offiziellen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Rates, Athenagoras Ziliaskopoulos, Archimandrit der Griechisch Orthodoxen Kirche, zitierten die Vertreter der einzelnen Religionen aus ihren Heiligen Schriften und sprachen oder sangen ein ihrem Glauben entsprechendes Gebet.

Pfarrer Ziliaskopoulos beispielsweise zitierte die Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium und sprach das Friedensgebet des Franz von Assisi. Moustafa Shahin von der Muslimischen Gemeinde zitierte aus dem Quran. Khushwant Singh von der Sikh Gemeinde sprach über den Frieden zwischen den Geschlechtern und der Freundschaft mit der Schöpfung. Weitere prominente Teilnehmer waren u.a. Prof. Dr. Joachim Valentin von der Katholischen Kirche (Bistum Limburg), Gabriele Scherle, Pfarrerin und Pröbstin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ünal Kaymakci von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen sowie Daniel Kempin von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Präsident Leimer von der Kirche Jesu Christi sprach über die Bedeutung des Gebetes. Dabei zitierte er den unlängst verstorbenen Apostel Neal A. Maxwell und las Schriftstellen aus dem Buch Mormon und dem Buch Lehre und Bündnisse; beide Bücher stellen neben der Bibel weitere heilige Schriften der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dar. In seinem Schlussgebet sagte Präsident Leimer: „Lieber Himmlischer Vater, wir [...] bitten Dich segne diese wunderbare Stadt weiterhin und dass das Wunder dieser Zusammenkunft die Herzen aller Anwesenden in Dir verbindet. Wir bitten Dich, dass unsere Gebete heute, die jeder in seiner ihm oder ihr vertrauten Weise an Dich richtet, uns zu mehr Erkenntnis von Deinem Willen und mehr Anerkennung füreinander bringen.“

Im Anschluss an die Gebete und Vorträge der einzelnen Religionsgemeinschaften verlasen die Mitglieder des Rates der Religionen eine gemeinsame Erklärung über dessen Grundlagen, Ansichten und Aufgaben.

Die Versammlung endete mit einer musikalischen Darbietung von Daniel Kempin aus der jüdischen Gemeinde, der gemeinsam mit Sonja Sperling aus der Gemeinde Frankfurt und Bischof Abel Chavez von der Gemeinde Offenbach 2 eine arrangierte Klezmer Suite (jüdische Musik) für Gitarre, Klarinette und Flöte spielte. Im Anschluss an die Gebetsversammlung lud die Stadt Frankfurt die Mitwirkenden zu einem Empfang im Kaisersaal im Römer ein.

Präsident Leimer kommentierte die Gebetsversammlung mit den folgenden Worten: „Die Multireligiöse Feier des Rates der Religionen hat alle meine Erwartungen übertroffen. Durch Musik und Worte, brachten die Teilnehmer ihren Glauben und die Wertschätzung füreinander zum Ausdruck und zeigten wie groß die Gemeinsamkeiten sind. Es zeigt mir, dass ein Miteinander unter Wahrung der eigenen Lehren und Formen des Glaubens möglich ist ohne dass die Unterschiede zum Anstoß werden müssen.“

Der Rat der Religionen ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Religionsgemeinschaften, die sich für die Förderung des interreligiösen Dialogs und das friedliche, gleichberechtigte Miteinander aller Frankfurter Bürger sowie für das gegenseitige Verständnis unter den in Frankfurt vertretenen Religionen einsetzen. Ein solcher religionsübergreifender Rat ist in Deutschland bislang einzigartig. Pfahlpräsident Axel Leimer war als Vertreter der Kirche Jesu Christi bereits bei der Gründung des Rates im April 2009 dabei.

Externer Link zum Rat der Religionen Frankfurt.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.