Einsichten

Französischer Sportler will für guten Zweck einmal quer durch Amerika laufen

Läufer und Mitglied der Kirche Jesu Christi führt in den USA den Lauf für Immigration an

Andre Belibi Eloumous Vater aß rohe Schafsgedärme, durchquerte afrikanisches Löwengebiet und schwamm zwölf Stunden lang, als er 1971 von Kamerun nach Frankreich auswanderte. Dieses Andenken will Eloumou in Ehren halten und läuft deshalb von November 2019 bis März 2020 rund 5.770 Kilometer von New York bis nach Los Angeles.

Auf die Frage, warum er ein solch großes Unterfangen wagen wolle, erklärt Eloumou: "Dieser Lauf ist meinem Vater gewidmet und im weiteren Sinne der Immigration in der Geschichte der Menschheit."

Sein Vater brauchte für seine Reise drei Jahre, knapp 50 Euro und großen Gottesglauben. Sein Lauf, der über fünf Monate in Anspruch nehmen wird, erfordere ähnlich feste Entschlossenheit und großen Glauben, so Eloumou. "Ich weiß, dass Gott mir hilft, durchzuhalten, und dass ich es schaffen werde."

     

2018, nach einem ähnlichen Lauf von Cherbourg in Frankreich nach Rabat in Marokko, beschloss Eloumou, auch in Amerika zu laufen. Dort wird er mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammenarbeiten. "Dieser Lauf wird USA Run on Immigration [Lauf für Immigration in den USA] genannt, weil Immigration die USA ja am Laufen gehalten hat", erklärt er. Als Beispiel für Einwanderer führt er die Europäer, Sklaven, Hispanoamerikaner und Chinesen an und nennt auch die Pioniere aus der Anfangszeit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Unter den über hundert Haltepunkten beim USA Run on Immigration sind Städte der Pioniere der Kirche eingeplant, etwa St. Louis, Missouri und Salt Lake City. Er habe die fünf Monate dauernde Tour auf den Winter gelegt, so Eloumou, weil viele Pioniere einst durch Schnee wanderten, um ihr Ziel im Westen der USA zu erreichen.

    

Eloumous Eltern schlossen sich 1978 der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an. Sein Vater sei sehr religiös gewesen, erzählt Eloumou. Bis zu seinem Tod sei er jede Woche in die Kirche gegangen. Die religiöse Selbstverpflichtung seines Vaters hat Eloumou beflügelt und er nutzt dies, um seine Leidenschaft für das Laufen anzufachen.

"Gott hat mir ein Talent gegeben. … Ich bin fitnessverrückt! Doch das spielt keine Rolle, denn irgendwann macht der Körper schlapp. Und genau an dem Punkt kommt Jesus Christus hinzu und übernimmt den Rest. Ich habe zwar Ängste, aber ich mache weiter und weiß, dass Gott mich beschützen wird." Eloumou hat außerdem vor, sonntags nicht zu laufen, sondern in die Kirche zu gehen. Auch möchte er motivierende Gesprächsrunden anbieten.

Er ermutigt seine Mitmenschen, ihren Träumen nachzugehen. "Wenn du einen Traum hast und deinen Glauben in Gott setzt, ist alles möglich", meint er. "Zwar werden dir Widerstände von allen Seiten zusetzen, aber du musst durchhalten. Schritt um Schritt. Auch wenn es schwer wird, mach weiter."

Jeder ist eingeladen, sich Eloumou anzuschließen. Man kann mitlaufen, ihn per Fahrrad begleiten oder seinen Lauf über soziale Netzwerke verfolgen. Teilnehmer finden die neuesten Informationen auf der Facebook-Seite Andre Extreme Runner.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.